SØ6
Ortsverband Dresden-Land
  • FUNKEN
  • WAS WIR SONST  MACHEN
  • ÜBEN
  •    EXPERIMENTIEREN
  •    BEWAHREN
  •    ERLEBEN
  • KONZENTRIEREN
  •    ENTWICKELN
  •    MESSEN
  •    NEUE WEGE SUCHEN
  •    ERKUNDEN
  •    VERSUCHEN
  •   FASZINIERT WERDEN
  •    GEMEINSAM ZIELE ERREICHEN
  •    KONSTRUIEREN
  • NATUR ERFAHREN
  •  SINNE ERWEITERN

Der Funkwetterbericht vom 1. Juni 2021, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick vom 25. bis 31. Mai 2021

Offenbar hat unser Hausstern die im letzten Funkwetterbericht formulierten Lobesworte über die ansteigende Sonnenaktivität registriert. Die Regionen 2824 und 2826 sorgten mit insgesamt 15 C-Flares für genügend kurzwellige UV-Strahlung, um die F2-Schicht der Ionosphäre für alle oberen Kurzwellenbänder fit zu machen. Die begeisternden Bandberichte vom WPX-CW-Contest belegen dies. Der solare Flux stieg nach den sieben C9-Flares am 26. Mai auf 88 Fluxeinheiten. Am Freitag heizte ein impulsiver C9-Flare noch einmal die Ionosphäre nach. Ein hochenergetischer Protonenausbruch fast zeitgleich mit unserem Sonnenaufgang am Samstagmorgen sorgte bis etwa 06:00 UTC für Dämpfungseinbrüche. Ansonsten war das geomagnetische Feld nur vom 26. Mai mittags bis zum 27. Mai nachmittags gestört (k=5). Da traf die eigentlich früher erwartete Plasmawolke des CME-Konglomerates vom 22. und 23. Mai unseren Planeten. Zwischen dem 28. und 30.  Mai lagen die im Dreistundentakt geloggten k-Werte des geomagnetischen Feldes zwischen null und zwei, das Magnetfeld war ruhig. Auf den Kurzwellenbändern gab es keine dämpfende Aurorazone und damit ungewohnt lange Öffnungen nach Alaska und Hawaii. Das 20-Meterband war bis auf eine Stunde zum Sonnenaufgang durchgehend offen. Fast gleichlaute DX-Signale auf 40 und 80 Meter gab es so lange nicht. Mit dem richtigen Zeitgefühl glückten 6-Band-QSOs mit Nordamerika. Auch die sporadische E-Schicht bildete sich täglich aus und ermöglichte DX-Verbindungen mit Multi-Hops, beispielsweise mit Indien.

 

Vorhersage bis 8. Juni 2021

Die Sonnenflecken 2827 und 2828 begleiten uns weiter. Die Wahrscheinlichkeit für CMEs liegt zwischen 30 und 70 Prozent, die C-Flare-Wahrscheinlichkeit nur bei 25 Prozent. Es wird wieder ruhiger. Der solare Flux wird sich zwischen 75 und 80 Einheiten bewegen. Der „Spaßmacher“ bleibt  die Es-Schicht, die interessante Verbindungen auf den oberen Kurzwellenbändern und auf dem 6-Meterband ermöglichen wird.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:24;

Melbourne/Ostaustralien 21:26; Perth/Westaustralien 23:08;

Singapur/Republik Singapur 22:56; Tokio/Japan 19:26;

Honolulu/Hawaii 15:48; Anchorage/Alaska 12:33;

Johannesburg/Südafrika 04:47; San Francisco/Kalifornien

12:49; Stanley/Falklandinseln 11:52; Berlin/Deutschland 02:49.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:20; San

Francisco/Kalifornien 03:26; Sao Paulo/Brasilien 20:27;

Stanley/Falklandinseln 19:57; Honolulu/Hawaii 05:09;

Anchorage/Alaska 07:16; Johannesburg/Südafrika 15:23;

Auckland/Neuseeland 05:12; Berlin/Deutschland 19:19.

 

 

 

 

- Website S06 | REDAXO 4.3.1 | Webmaster DL9NL