SØ6
Ortsverband Dresden-Land
  • FUNKEN
  • WAS WIR SONST  MACHEN
  • ÜBEN
  •    EXPERIMENTIEREN
  •    BEWAHREN
  •    ERLEBEN
  • KONZENTRIEREN
  •    ENTWICKELN
  •    MESSEN
  •    NEUE WEGE SUCHEN
  •    ERKUNDEN
  •    VERSUCHEN
  •   FASZINIERT WERDEN
  •    GEMEINSAM ZIELE ERREICHEN
  •    KONSTRUIEREN
  • NATUR ERFAHREN
  •  SINNE ERWEITERN

Der Funkwetterbericht vom 18. Mai 2021, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick vom 11. bis 18. Mai 2021

Wer im Berichtszeitraum aktiv war, konnte sich am zeitigen Beginn der Es-Saison erfreuen. Die sporadische E-Schicht bildete sich täglich aus und sorgte für frequentierte obere Kurzwellenbänder und für weite Verbindungen auf 50 MHz. Dazu gehörten 9K2MU mit RST 599 in CW am 12. Mai und CN8KD ebenso laut am 14. Mai. Stationen aus West- und Südeuropa erlebten am 14. Mai eine CW - Öffnung nach Nordamerika. Die Region 2822 war die komplexeste Sonnenfleckengruppe, auch wenn sie nur zwei C-Flares am 12. und 18. Mai emittierte. Die Region 2823 blieb inaktiv. Die im letzten Bericht bereits angekündigte Plasmawolke, die beim koronalen Masseauswurf (CME) am 9. Mai in den interplanetaren Raum geschleudert wurde, erreichte am 12. Mai die Erde. Der ausgelöste geomagnetische Sturm war mit der Stärke G3 der heftigste seit Beginn des 25. Sonnenfleckenzyklus. Am Nachmittag des 12. Mai waren aus dem Raum Dresden via AURORA sowohl auf 2 als auch auf 6 Meter skandinavische und baltische Stationen zu arbeiten. Eine weitere CME, die am 18. Mai auf der Sonne startete, erreichte die Erde am Morgen des 18. Mai. Die Fluxwerte bewegten sich zwischen 71 und 76 Einheiten. Geomagnetische Störungen gab es in Mitteleuropa außer den Aurorabedingungen am 12. Mai am Morgen des 15. Mai und ab dem 18. Mai. An den anderen Tagen war das Erdmagnetfeld ruhig. Da die Gewittertätigkeit gering war, gelangen störungsarme DX-Verbindungen auf allen unteren Bändern. Auf 60 Meter war der pazifische Raum erreichbar, jedoch nur per Schmalband- Digimodii.

 

Vorhersage bis 25. Mai 2021

Wir erwarten eine ruhige Sonne und nahezu konstante Fluxwerte um 75 Einheiten. Der neue Sonnenfleck 2824 erscheint gerade am östlichen Sonnenrand. In einem interessanten Beitrag analysiert Frank, W3LPL, das Es-Geschehen der vergangenen Jahre und konstatiert: Juni und Juli bringen die besten 6-Meter-DX-Öffnungen. Typisch für diese beiden Sommermonate ist auch, dass es nur etwa halb so viele geomagnetische Stürme gibt wie in den Monaten März/April oder September/Oktober [1]. Lassen wir uns überraschen!

Wir erwarten häufige Short-Skip Bedingungen auf allen oberen Kurzwellenbändern und 6 Meter. Die stabilsten DX-Bedingungen finden wir tagsüber auf 20 Meter und nachts auf 40 Meter. Das 15-Meterband öffnet zwischen Ost und West, von VK über ZS bis XE auf den Taglinien. Verbindungen nach JA gegen Mittag und nachmittags nach Nordamerika sind nicht ausgeschlossen, obwohl die für 3000 km geltende MuF2 19 MHz kaum übersteigt.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:14;

Melbourne/Ostaustralien 21:16; Perth/Westaustralien 23:00;

Singapur/Republik Singapur 22:55; Tokio/Japan 19:33;

Honolulu/Hawaii 15:51; Anchorage/Alaska 12:59;

Johannesburg/Südafrika 04:40; San Francisco/Kalifornien

12:57; Stanley/Falklandinseln 11:35; Berlin/Deutschland 03:04.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:09; San

Francisco/Kalifornien 03:16; Sao Paulo/Brasilien 20:30;

Stanley/Falklandinseln 20:10; Honolulu/Hawaii 05:04;

Anchorage/Alaska 06:47; Johannesburg/Südafrika 15:27;

Auckland/Neuseeland 05:19; Berlin/Deutschland 19:01.

 

[1]: http://www.arrl.org/news/geomagnetic-storm-season-is-over

 

 

 

- Website S06 | REDAXO 4.3.1 | Webmaster DL9NL