SØ6
Ortsverband Dresden-Land
  • FUNKEN
  • WAS WIR SONST  MACHEN
  • ÜBEN
  •    EXPERIMENTIEREN
  •    BEWAHREN
  •    ERLEBEN
  • KONZENTRIEREN
  •    ENTWICKELN
  •    MESSEN
  •    NEUE WEGE SUCHEN
  •    ERKUNDEN
  •    VERSUCHEN
  •   FASZINIERT WERDEN
  •    GEMEINSAM ZIELE ERREICHEN
  •    KONSTRUIEREN
  • NATUR ERFAHREN
  •  SINNE ERWEITERN

Der Funkwetterbericht vom 5. Januar 2021, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 24. Dezember 2020 bis 4. Januar 2021

Die beiden Sonnenflecken 2794 und 2795 emittierten nur B-Flares. Seit dem 3. Januar ist die Sonne fleckenlos. Der solare Flux fiel von 88 auf 78 Fluxeinheiten. Aus den Ionogrammen kann man entnehmen, dass die höchsten MuF-Werte für eine Sprungdistanz von 3000 km bei einem 88er Flux maximal 25 MHz erreichten [1]. Das 20-Meterband öffnete morgens etwa um 7:00 UTC, ab 9:30 UTC war oft auch das 17-Meterband offen. Die Bänder 24, 28 und 50 MHz zeigten an einigen Tagen wie am 27. und 28.Dezember Es-Bedingungen [1]. Dazu trug möglicherweise der Meteorstrom der Quadrantiden bei, in dessen Einfluss sich die Erde noch bis zum 12. Januar befindet. Aber auch die als „Berliner Phänomen“ oder „Stratospheric Warming“ bekannten plötzlichen Temperaturerhöhungen in der Stratosphäre, die mehrmals im Winter auftreten können, kommen als Es-Ursache in Betracht [2]. Die unteren Kurzwellenbänder waren immer dann in sehr gutem Zustand, wenn der geomagnetische Index k kleiner als zwei war. Beim DARC Weihnachtscontest riefen Stationen von der US-Ostküste an, nachmittags waren auf 40 Meter laute Signale von der US-Westküste über den langen Weg zu hören. Auf 80 Meter konnte man noch 7:30 UTC Stationen aus der Karibik arbeiten. Auf 60 Meter erschienen gegen Mitternacht laute Signale aus Nordamerika.160 Meter war in den meisten Nächten DX-tauglich. Der Meteorschauer der Quadrantiden mit dem Maximum von ZHR =110 am 3. Januar belebte die MS-Aktivität auf dem 2-Meterband.

 

Vorhersage bis 12. Januar 2021

Zunächst wird bis zum 7. Januar das Erdmagnetfeld gestört sein. Dafür sind sowohl intensiver Sonnenwind aus den koronalen Löchern CH985 und CH986 verantwortlich als auch eine Plasmawolke, die bei koronalen Masseauswürfen am 1. und 2. Januar ins All geschleudert wurde. Für den DARC 10-Meter Contest am Sonntag erwarten wir keine überdurchschnittlichen Ausbreitungsbedingen. Die Es-Wahrscheinlichkeit ist gegen Mittag leicht erhöht.  Die Fluxwerte sinken unter 77 Fluxeinheiten, da weitere Sonnenflecken noch auf sich warten lassen [3]. Die Bänder 20 und 17 Meter sind die zuverlässigsten DX-Bänder tagsüber. Nachts finden wir auf 160, 80, 60 und 40 Meter gute DX-Bedingungen vor.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:08;

Melbourne/Ostaustralien 19:04; Perth/Westaustralien 21:16;

Singapur/Republik Singapur 23:08; Tokio/Japan 21:51;

Honolulu/Hawaii 17:10; Anchorage/Alaska 19:07;

Johannesburg/Südafrika 03:21; San Francisco/Kalifornien

15:26; Stanley/Falklandinseln 07:47; Berlin/Deutschland 07:16.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:42; San

Francisco/Kalifornien 01:05; Sao Paulo/Brasilien 21:57;

Stanley/Falklandinseln 00:17; Honolulu/Hawaii 04:03;

Anchorage/Alaska 00:57; Johannesburg/Südafrika 17:04;

Auckland/Neuseeland 07:43; Berlin/Deutschland 15:07.

 

 

[1]: http://digisonda.ufa.cas.cz/Search.html

[2]: https://www.wetterdienst.de/Deutschlandwetter/Thema_des_Tages/2556/das-berliner-phaenomen

[3]: https://www.solarham.net/

 

 

 

- Website S06 | REDAXO 4.3.1 | Webmaster DL9NL