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Der Funkwetterbericht vom 1. Dezember 2020, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 23. bis 30. November 2020

Nach mehr als 20 C-Flares stieg die Sonnenaktivität mit dem M-Flare am 29. November  auf „moderat“. Solare Flares sind Strahlungsausbrüche im Ultraviolettbereich zwischen 0,1 und 0,8 Nanometer Wellenlänge. Dieser UV-Strahlungsflux ionisiert direkt unsere Ionosphäre. Dabei steigt der solare Strahlungsflux bei den Flareklassen B, C, M und X jeweils um den Faktor 1000 [1]. Die oberen Kurzwellenbänder öffnen erst richtig gut bei vielen C- oder M-Flares, die den Flux auf über 100 Fluxeinheiten steigen lassen. Die gestiegene Sonnenaktivität kam gerade richtig zum CQ World Wide DX Contest am letzten Wochenende. Bei einem Flux von 116 Einheiten und ruhigem Erdmagnetfeld öffnete das 10-Meterband in unseren Breiten weltweit sogar über die Pole in den Südpazifik. Das gegenwärtig mit nur 4 Watt Sendeleistung arbeitende 10-Meter-FM-Relais DM0MAX wurde von VK6RO in Perth einwandfrei aufgenommen, wie DL6XB mitteilte [2]. Die Bänder 15 und 20 Meter lieferten laute DX-Signale, wie wir sie in den letzten drei Jahren nur selten erlebten. Das 20-Meterband war noch etwa drei Stunden nach Sonnenuntergang offen, so dass sogar abends der lange Weg nach Neuseeland funktionierte. Aber auch die unteren Bänder waren abends bereits vor und morgens noch lange nach den Dämmerungszeiten DX-tauglich.

Die einzige geomagnetische Störung gab es in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend.

 

Vorhersage bis 8. Dezember 2020

Gegenwärtig sind noch die sechs Regionen 2785 bis 2790 sichtbar [2]. Die Flaretätigkeit setzt sich fort. In der kommenden Woche drehen die aktiven Gebiete nacheinander über den Westrand der Sonne. Sie benötigen im Mittel 13,5 Tage bis sie wieder am östlichen Rand der Sonne erscheinen. Dank der „Farside Watch“ kann man diese spannende Bewegung verfolgen [2]. Wir erwarten weiterhin Fluxwerte von über 100 Fluxeinheiten und damit interessante DX-Möglichkeiten auf allen oberen Kurzwellenbändern. Nach dem 2. Dezember klingen auch geomagnetische Störungen ab, die durch eine CME vom 29. November verursacht wurde. Eine Filamentablösung, die sich am Morgen des 1. Dezember ereignete, könnte am 4. oder 5. Dezember das Erdmagnetfeld stören.  Ab dem 6.Dezember erwarten wir den Meteorstrom der Geminiden. Die Meteore begünstigen die Ausbildung der sporadischen E-Schicht. Uns erwartet eine interessante Funkwoche.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 16:55;

Melbourne/Ostaustralien 18:51; Perth/Westaustralien 21:03;

Singapur/Republik Singapur 22:52; Tokio/Japan 21:32;

Honolulu/Hawaii 16:52; Anchorage/Alaska 18:44;

Johannesburg/Südafrika 03:07; San Francisco/Kalifornien

15:07; Stanley/Falklandinseln 07:36; Berlin/Deutschland 06:55.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:28; San

Francisco/Kalifornien 00:51; Sao Paulo/Brasilien 21:40;

Stanley/Falklandinseln 23:57; Honolulu/Hawaii 03:48;

Anchorage/Alaska 00:47; Johannesburg/Südafrika 16:47;

Auckland/Neuseeland 07:25; Berlin/Deutschland 14:55.

 

 

[1]: https://www.swpc.noaa.gov/products/goes-x-ray-flux

[2]: http://2bs7fpf8ahdewu8a.myfritz.net:8000/DM0MAX-10m.mp3

[3]: https://www.solarham.net/

 

 

 

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