SØ6
Ortsverband Dresden-Land
  • FUNKEN
  • WAS WIR SONST  MACHEN
  • ÜBEN
  •    EXPERIMENTIEREN
  •    BEWAHREN
  •    ERLEBEN
  • KONZENTRIEREN
  •    ENTWICKELN
  •    MESSEN
  •    NEUE WEGE SUCHEN
  •    ERKUNDEN
  •    VERSUCHEN
  •   FASZINIERT WERDEN
  •    GEMEINSAM ZIELE ERREICHEN
  •    KONSTRUIEREN
  • NATUR ERFAHREN
  •  SINNE ERWEITERN

Der Funkwetterbericht vom 3. November 2020, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 26. Oktober bis 2. November 2020

Im Funkwetterbericht vor genau einem Jahr wurde die Situation kurz vor dem Sonnenfleckenminimum mit Fluxwerten um 70 Einheiten und den Sonnenflecken 2750 und 2751 beschrieben. Seitdem sind nicht einmal 30 Sonnenflecken erschienen. Jetzt, ein Jahr später, sind die Fluxwerte bis auf 88 Einheiten gestiegen. Die höhere Sonnenaktivität war im Berichtszeitraum sowohl durch immer präsente Sonnenflecken (Regionen 2778 bis 2781) als auch durch insgesamt 16 C-Flares sichtbar. Der Aufschwung im 25. Sonnenfleckenzyklus geht mit erfreulichen Öffnungen aller oberen Kurzwellenbänder einher. Die für 3000 km Sprungdistanz ermittelte Grenzfrequenz der F2-Schicht erreichte mittags fast 30 MHz [1]. An einigen Tagen, wie am letzten Sonnabend, waren auf 10 Meter australische Stationen mit lauten Signalen zu arbeiten. Da die F2-Grenzfrequenz früh rasch anstieg, nach 7:30 UTC betrug sie oft 22 MHz, öffneten die Bänder 20 und 15 Meter nach Japan und den pazifischen Raum. Abends waren Stationen auch von der US-Westküste auf 15 Meter erreichbar. Neben angehobenen DX-Bedingungen bildete sich auch die sporadische E-Schicht aus, erkennbar in den Ionogrammen an den Reflektionen in 100 km Höhe [1]. Laute Shortskip-Signale auf den Bändern 20,15 und10 Meter erfreuten uns im HSC-Contest am Sonntagnachmittag. Die koronalen Löcher konkurrierten mit den Sonnenflecken. Intensiver Sonnenwind störte das geomagnetische Feld zwischen dem 26. und 29. Oktober. Die isolierten Störungen beeinträchtigten die DX-Ausbreitung auf den unteren Kurzwellenbändern und auf den transpolaren Funkwegen. In sehr ruhigen Phasen, wie am Abend des 2. November, waren auf 160 Meter fernöstliche Stationen sehr laut hörbar.

 

Vorhersage bis 10. November 2020

Die beiden Regionen 2780 und 2781 werden uns in der kommenden Woche begleiten. Die solaren Fluxwerte stiegen bereits heute von 77 auf 81 Einheiten. Sonnenwind vom koronalen Loch CH978 kann am 5. und 6. November für isolierte Störungen des Erdmagnetfeldes sorgen. Insgesamt bleiben die guten Ausbreitungsbedingungen bestehen. Es lohnt sich, alle Kurzwellenbänder aktiv zu nutzen.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:13;

Melbourne/Ostaustralien 19:10; Perth/Westaustralien 21:17;

Singapur/Republik Singapur 22:46; Tokio/Japan 21:05;

Honolulu/Hawaii 16:35; Anchorage/Alaska 17:32;

Johannesburg/Südafrika 03:16; San Francisco/Kalifornien

14:38; Stanley/Falklandinseln 08:13; Berlin/Deutschland 06:07.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:48; San

Francisco/Kalifornien 01:08; Sao Paulo/Brasilien 21:21;

Stanley/Falklandinseln 23:09; Honolulu/Hawaii 03:53;

Anchorage/Alaska 01:47; Johannesburg/Südafrika 16:26;

Auckland/Neuseeland 06:46; Berlin/Deutschland 15:31.

 

[1]: http://digisonda.ufa.cas.cz/Search.html

 

 

- Website S06 | REDAXO 4.3.1 | Webmaster DL9NL