SØ6
Ortsverband Dresden-Land
  • FUNKEN
  • WAS WIR SONST  MACHEN
  • ÜBEN
  •    EXPERIMENTIEREN
  •    BEWAHREN
  •    ERLEBEN
  • KONZENTRIEREN
  •    ENTWICKELN
  •    MESSEN
  •    NEUE WEGE SUCHEN
  •    ERKUNDEN
  •    VERSUCHEN
  •   FASZINIERT WERDEN
  •    GEMEINSAM ZIELE ERREICHEN
  •    KONSTRUIEREN
  • NATUR ERFAHREN
  •  SINNE ERWEITERN

Der Funkwetterbericht vom 29. September 2020, erstellt von Christian Reiber, DL8MDW

 

Rückblick 22. bis 28. September 2020

 

In den letzten Tagen hat ein zunehmend unruhiges Erdmagnetfeld die Kurzwellenausbreitung dominiert. Verantwortlich zeichnen zwei koronale Löcher auf der Sonne, die unmittelbar aufeinander folgten. Das erste ließ am Abend des 23. September den Sonnenwind anschwellen. Die positive Phase belebte das 15-Meter-Band, danach folgte ein schwacher Magnetsturm, der bis zum Wochenende langsam abklang. Der Sonnenwind blieb aber schnell und beschleunigte bereits am Sonntagabend, mit Ankunft der Stoßwelle aus dem zweiten koronalen Loch, nochmals bis auf eine Geschwindigkeit von 660 km/s. Auf eine erneute positive Phase folgte dann ein ausgewachsener Magnetsturm, der die freien Elektronen aus der Ionosphäre fegte. Der k-Index, also der Messwert für die erdmagnetische Unruhe, stieg bis auf sechs an. Skandinavien erlebte Aurora und die polaren Pfade wurden unbenutzbar. Leidtragende waren die Teilnehmer am CQ Worldwide RTTY Contest, die, abgesehen von der positiven Phase am Sonntagabend, nur mäßige Bedingungen vorfanden. Zwar gab es auf 15 und 10 Meter etwas Short Skip, aber ab 20 Meter aufwärts waren die Chancen auf DX deutlich reduziert.

Die Sonnenaktivität war in der letzten Woche weiter schwach. Zwar waren mehrere aktive Regionen auf der Sonne sichtbar, die sogar ein schwaches C-Flare hervorbrachten. Aber wenn sie überhaupt Sonnenflecken entwickelten, dann waren diese nur sehr mickrig. Der solare Flux schwankte zwischen 71 und 74 Einheiten. Aufschwung ist das sicherlich noch keiner.

 

Vorhersage bis 6. Oktober 2020

 

Die Sonne hat sich etwas belebt, nachdem sie seit Mitte August eine ausgesprochen ruhige Phase durchlaufen hat. Heraus sticht die aktive Region 2773, die aber enttäuschend wenig Aktivität zeigt. Der solare Flux wird zwischen 70 und 75 Einheiten erwartet.

Aufgrund der Größe und Lage des koronalen Lochs wird sich der Magnetsturm langsam legen. Bis zum 1. Oktober bleibt das Erdmagnetfeld unruhig bis stürmisch. Solche längere Sturmphasen sorgen für einen starken Verlust von freien Elektronen in der Ionosphäre. Es dauert seine Zeit, bis das durch die Sonnenstrahlung ausgeglichen wird, daher müssen wir bis zum Wochenende mit reduzierten Grenzfrequenzen rechnen. 20 Meter wird kürzer öffnen und dabei bestenfalls dünne DX Signale bieten, auf den oberen Bändern sieht es noch schlechter aus. Danach kündigt sich dann aber wieder eine Phase ruhiger Magnetik an, so dass sich ab dem Wochenende auch die polaren Pfade erholen und die guten DX- Bedingungen Richtung Südpazifik zurückkehren werden.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:59;

Melbourne/Ostaustralien 19:58; Perth/Westaustralien 21:56;

Singapur/Republik Singapur 22:51; Tokio/Japan 20:34;

Honolulu/Hawaii 16:22; Anchorage/Alaska 16:00;

Johannesburg/Südafrika 03:49; San Francisco/Kalifornien

14:04; Stanley/Falklandinseln 09:28; Berlin/Deutschland 05:05.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:39; San

Francisco/Kalifornien 01:54; Sao Paulo/Brasilien 21:05;

Stanley/Falklandinseln 22:07; Honolulu/Hawaii 04:19;

Anchorage/Alaska 03:31; Johannesburg/Südafrika 16:07;

Auckland/Neuseeland 06:23; Berlin/Deutschland 16:47.

 

 

 

- Website S06 | REDAXO 4.3.1 | Webmaster DL9NL