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Der Funkwetterbericht vom 22. September 2020, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 15. bis 21. September 2020

Nachdem das Solar-Cycle-25 Panel vor einer Woche Statements zum neuen Elfjahreszyklus veröffentlicht hatte, suchen wir natürlich Indizien für den Aufschwung trotz meist fehlender Sonnenflecken. Auch in der vergangenen Woche war die Sonne blank. Dieser Zustand hält seit 34 Tagen an. Die Fluxwerte lagen zwischen 69 und 72 Fluxeinheiten. Der zwischen null und zwei schwankende geomagnetische Index k signalisierte ein meist ruhiges Erdmagnetfeld. Positiv auf die Fernausbreitung wirkten das Herbstäquinoktium, bei dem beide Hemisphären gleich lange von der Sonne bestrahlt werden und die sich wegen der kürzeren Sonneneinstrahlung langsam abkühlende Ionosphäre. Das uns umgebende Gasvolumen wird langsam dichter. Das ist zwar ein träger Prozess, aber auf der Südhalbkugel herrscht gerade Frühlingsanfang und die Ionosphäre ist noch kühl und dicht. Deshalb sind jetzt bei ruhigem Magnetfeld die Signale aus dem Südpazifik laut. Am 21.September war im Grayline - Fenster ZL3CW auf 80 Meter mit beidseitigem Rapport 579 zu arbeiten. Im Terminator kann man sehen, dass DL und ZL exakt in der gemeinsamen Dämmerungszone liegen [1]. Bei meist ungestörten Aurorazonen waren auf 20 Meter die Signale aus Hawaii und Alaska sehr laut. Wegen der hohen Bandbelegung beim SAC-Contest  bemerkten wir die gute Öffnung des15-Meterbandes nach Japan. Die für 3000 km geltende MUF der F2-Schicht lag trotz des niedrigen Solarfluxes knapp über 21 MHz. Auf den VHF-Bändern gab es an einigen Tagen troposphärisch bedingte Überreichweiten.

 

Vorhersage bis 29. September 2020

Im Farside-Monitor sieht man  Kandidaten für die nächsten Sonnenflecken und koronalen Löcher, die sich noch hinter dem östlichen Sonnenrand befinden [2]. Gegenwärtig schiebt sich das koronale Loch CH937 in eine geoeffektive Position. Zwischen dem 23. und 27. September erwarten wir geomagnetische Störungen, wobei der 24. September am stärksten gestört sein kann. Zuvor und danach werden bei ruhiger Geomagnetik herbstlich gute DX-Bedingungen auf den mittleren und oberen Bändern bis 15 Meter herrschen. Während der Störphase lohnt sich auch die Beobachtung der Lowbands in den Dämmerungsstunden. Manchmal bilden sich gerade dann anomale Ausbreitungswege aus.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 18:10;

Melbourne/Ostaustralien 20:09; Perth/Westaustralien 22:05;

Singapur/Republik Singapur 22:53; Tokio/Japan 20:28;

Honolulu/Hawaii 16:20; Anchorage/Alaska 15:43;

Johannesburg/Südafrika 03:56; San Francisco/Kalifornien

13:58; Stanley/Falklandinseln 09:44; Berlin/Deutschland 04:53.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:51; San

Francisco/Kalifornien 02:05; Sao Paulo/Brasilien 21:02;

Stanley/Falklandinseln 21:56; Honolulu/Hawaii 04:26;

Anchorage/Alaska 03:53; Johannesburg/Südafrika 16:04;

Auckland/Neuseeland 06:17; Berlin/Deutschland 17:03.

 

[1]: http://www.dxatlas.com/DxAtlas/

[2]: https://www.solarham.net/farside.htm

 

 

 

 

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