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Der Funkwetterbericht vom 28. Juli 2020, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 21. bis 27. Juli 2020

Rückblickend auf den Monat Juli gibt es ein paar positive Zeichen dafür, dass der 25. Sonnenfleckenzyklus langsam in Gang kommt. Im Gegensatz zu den Monaten zuvor konnten wir im Juli gleich drei Sonnenflecken beobachten, wobei die Region 2767 seit dem 21. Juli präsent ist. Der solare Flux erhöhte sich kurzzeitig von 69 auf 72 Fluxeinheiten. Das geomagnetische Feld war am 24. und 25. Juli merklich gestört, denn nachts stieg der geomagnetische Index k auf vier. Ursache dafür war ein koronaler Masseauswurf, der sich am 19. Juli ereignete. An den anderen Tagen hatten wir ein ungestörtes Erdmagnetfeld. Die höchsten Grenzfrequenzen der F2-Schicht traten abends auf. Morgens nach Sonnenaufgang war meist nur das 20-Meterband DX-tauglich. Während der Dämmerungszeiten konnte man auf den Bändern 40, 30 und 20 Meter morgens laute Signale aus Südamerika aufnehmen. Während der Abenddämmerung öffneten die unteren Kurzwellenbänder kurzzeitig Richtung Fernost. Die sporadische E-Schicht war wieder täglich vorhanden. Gute Short-skip Bedingungen sorgten beim IOTA Contest für viele Verbindungen auch auf den oberen Kurzwellenbändern.

 

Vorhersage bis 4. August 2020

Am östlichen Sonnenrand entsteht vielleicht mit dem magnetischen Gebilde S6501 der nächste Sonnenfleck. Ansonsten erwarten wir bei sehr ruhiger Sonne  Fluxwerte um 70 Einheiten, eher etwas darunter. Das koronale Loch CH969 wird eventuell am 31. Juli für erhöhten Sonnenwind sorgen. Weitere geomagnetische Störungen sind nicht vorhersagbar.

Wir erwarten unveränderte Ausbreitungsbedingungen auf allen Kurzwellenbändern. 40 und 30 Meter sind nachts DX-tauglich. Tagsüber dominiert 20 Meter, manchmal öffnen auch die Bänder darüber. Die sporadische E-Schicht bleibt präsent. Die Meteoraktivität steigt langsam bis zum Maximum der Perseiden [1].

Hoffnungsvolle Neuigkeiten über die mögliche Entwicklung des 25.Sonnenfleckenzyklus besagen, dass der neue Zyklus ein sehr hohes Maximum haben wird [2]. Nachdem in den vergangenen Jahren Modellrechnungen, die auf dem Vergleich statistischer Daten und Ähnlichkeitsbetrachtungen beruhen, mehrfach ein sehr niedriges Maximum prognostizierten, führte bereits eine neuere Prognose zu einem ebenfalls für uns positiven Ergebnis [3]. Wir dürfen sehr gespannt sein, wobei in den Minima der vergangenen Zyklen das Spektrum der Vorhersagen stets von niedrig bis hoch reichte.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:22;

Melbourne/Ostaustralien 21:23; Perth/Westaustralien 23:08;

Singapur/Republik Singapur 23:05; Tokio/Japan 19:45;

Honolulu/Hawaii 16:03; Anchorage/Alaska 13:21;

Johannesburg/ Südafrika 04:48; San Francisco/Kalifornien

13:10; Stanley/Falklandinseln 11:39; Berlin/Deutschland 03:20.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:14; San

Francisco/Kalifornien 03:21; Sao Paulo/Brasilien 20:42;

Stanley/Falklandinseln 20:28; Honolulu/Hawaii 05:11;

Anchorage/Alaska 06:43; Johannesburg/Südafrika 15:39;

Auckland/Neuseeland 05:32; Berlin/Deutschland 19:04.

 

[1]: https://www.astronomie.at/Meteor/metresults.htm#Perseiden

[2]: https://arxiv.org/pdf/2006.15263.pdf

[3]: https://earthsky.org/space/solar-cycle-24-25-sunspot-predictions

 

 

 

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