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Der Funkwetterbericht vom 9. Juni 2020, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick  2. bis 8. Juni 2020

Bei höherer Sonnenaktivität als jetzt wären die gegenwärtigen Ausbreitungsbedingungen typisch für das so genannte „Sommerloch“. Es existiert im Juni, Juli und der ersten Augustdekade. Auf den oberen Kurzwellenbändern sind dann QSOs über die sporadische E-Schicht häufiger als über die F2-Schicht. Die F-Schicht ist geteilt in die niedrigere F1- und die höhere F2-Schicht. Die Sprungentfernung ist oftmals kürzer als sonst. Tagsüber bewirkt die  D-Schicht  zusätzliche Signalabschwächung. Jetzt im Sonnenfleckenminimum ist uns diese Situation willkommen. Die bisher vermeintlich toten oberen Kurzwellenbänder und auch das 6-Meterband sind wegen der sporadischen E-Schicht belebt. Die unteren Kurzwellenbänder sind oft auf den Nachtlinien brauchbar. DL8LAS beobachtete täglich das 160-Meterband und berichtete über DX- QSOs mit Nord- und Südamerika.  .

Die Region 2765 bewirkte mit mehreren B-Flares, dass der solare Flux, verglichen mit dem letzten Sonnenumlauf, um zwei auf 72 Einheiten anstieg. Die Sonnenfleckenzahl stieg auf 16. Das geomagnetische Feld war nur am Abend des 7. Junis deutlich gestört. Der Sonnenwind wehte mit einer Geschwindigkeit von knapp 500 Kilometern pro Sekunde und der k-Index stieg auf vier. Die sporadische E-Schicht war tagsüber präsent. Manchmal war sie so intensiv ausgeprägt, dass DX-Verbindungen über Mehrfachsprünge möglich waren. Auf 10 und 12 Meter gelangen etliche QSOs über die F-Schicht  mit Nordamerika, wobei die Signale meist leise waren.

 

Vorhersage bis 16. Juni 2020

Die Region 2765 löst sich langsam auf, ist aber bis etwa 15. Juni noch sichtbar. Bis zum Wochenende erwarten wir Fluxwerte von über 70 Einheiten. Das Erdmagnetfeld bleibt überwiegend ruhig. Die sporadische E-Schicht bleibt im gesamten Juni das interessanteste Funkwetterphänomen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass alle oberen Kurzwellenbänder zumindest kurze DX-Öffnungen bringen. Ob die sporadische E-Schicht aktiv ist, erkennt man an verschiedenen Es-Monitorprogrammen im Internet [1,2] am DX-Cluster [3] und an den Ionogrammen [4]. Wie man Ionogramme erzeugt und interpretiert, erklärt Jens Mielich vom Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik auf der Homepage des HF-Referates [5].

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:29;

Melbourne/Ostaustralien 21:31; Perth/Westaustralien 23:12;

Singapur/Republik Singapur 22:58; Tokio/Japan 19:24

Honolulu/Hawaii 15:48; Anchorage/Alaska 12:21;

Johannesburg/ Südafrika 04:51 San Francisco/Kalifornien

12:47; Stanley/Falklandinseln 12:00; Berlin/Deutschland 02:44.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:26; San

Francisco/Kalifornien: 03:31; Sao Paulo/Brasilien 20:27;

Stanley/Falklandinseln 19:52; Honolulu/Hawaii 05:12;

Anchorage/Alaska 07:31; Johannesburg/Südafrika 15:23;

Auckland/Neuseeland 05:10; Berlin/Deutschland 19:27.

 

[1]: www.dxmaps.com/spots/mapg.php

[2]: www.tvcomm.co.uk/g7izu/?page_id=10

[3]: www.dxsummit.fi

[4]: www.ionosonde.iap-kborn.de/actuellz.htm#muf

[5]: www.darc.de/fileadmin/filemounts/referate/hf/Ionogramm-Interpretation.pdf

 

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