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Der Funkwetterbericht vom 3. Juni 2020, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick  25. Mai  bis 2.Juni 2020

Alle aktuellen Prognosen zum 25. Sonnenfleckenzyklus besagen, dass wir uns bereits im neuen Elfjahreszyklus befinden. Nur die Sonne zeigte das gleiche müde Bild, nämlich eine konstant niedrige Aktivität. Die wenigen Sonnenflecken bisher gehörten zwar fast alle zum neuen Zyklus und der solare Flux als Messgröße der Sonnenaktivität betrug durchweg fast konstant 70 Fluxeinheiten. Kürzere Öffnungen der oberen Kurzwellenbänder konnte man meist mit Geschwindigkeitsänderungen beim Sonnenwind deuten, der manchmal etwas mehr auf die Ionosphäre drückte und die Konzentration der ionisierbaren Gasmoleküle im Volumen erhöhte. Auch gab es einige wenige koronale Masseablösungen als Fackeln, die Sonnenplasma zur Erde brachten. Aber es gab keine markante Verbesserung der DX- Bedingungen auf den Bändern über 20 Meter zum Frühlingsanfang. Dennoch ist die Sonne nicht eingeschlafen und die UV-Strahlung bewirkte im Mai eine zunehmende und recht beständige Es-Aktivität. Diese gipfelte am letzten Freitag mit einer grandiosen Es-Öffnung auf 2 Meter. DJ5MW unterbrach seine Vorbereitungen für den WPX Contest, denn das 2-Meterband war voll mit südeuropäischen Stationen. Auch während des gesamten WPX CW- Contests führte intensive Es-Aktivität zu lauten Europasignalen auf allen Bändern zwischen 20 und 10 Meter. Am 29. Mai gab es am östlichen Sonnenrand den ersten M-Flare im Zyklus 25 und zwei C-Flares. Das sind die bisher deutlichsten Zeichen für einen möglichen Start des 25. Zyklus. Die für die Emission zuständige Region zerfiel allerdings, bevor sie auf der für uns sichtbaren Sonnenseite erschien. Nun hat jeder große Kurzwellencontest seine eigenen Funkwetterüberraschungen, die schon oft den Eindruck erweckten, die Sonne sei an guten Bandöffnungen mit beteiligt. Das war sie auch diesmal. Bei 70 Fluxeinheiten gab es auf den Bändern 15 und 20 Meter zwar keine sehr langen Öffnungen nach Japan und Nordamerika, aber jede Menge Short-skip und laute Signale auf den Ost-Westlinien sowie den südlichen Funkwegen. Das 20-Meterband blieb nachts offen und ermöglichte zum Beispiel um Mitternacht QSOs mit allen Erdteilen. Das geomagnetische Feld war nur am Samstag mit k-Werten um Drei gestört. Am Sonntag war das geomagnetische Feld wieder sehr ruhig.

Insgesamt schloss der Monat Mai mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf einen möglichen Beginn einer Phase mit höherer Sonnenaktivität.

 

Vorhersage bis 10. Juni 2020

Auf der Sonne sind noch keine Anzeichen für Sonnenflecken oder koronale Löcher sichtbar. Wir rechnen mit weiterhin nahezu konstanten Fluxwerten um 70 Fluxeinheiten und einem meist ruhigen geomagnetischen Feld. Die Bänder unter 20 Meter sind in den kurzen Nächten DX-tauglich. 20 Meter bleibt nachts offen und liefert bis nach Mitternacht laute DX-Signale von ganz Amerika und auf dem langen Weg aus dem pazifischen Raum und Japan. 17 Meter und oft auch 15 Meter öffnen mehr oder weniger. Man kann sich anhand der Ionosonden über die nachmittags steigenden F2-Grenzfrequenzen informieren [1,2]. Die sporadische E-Schicht bildet sich im Juni traditionell am intensivsten aus. Lassen wir uns überraschen!

 

Es folgen nun die  Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:26;

Melbourne/Ostaustralien 21:27; Perth/Westaustralien 23:09;

Singapur/Republik Singapur 22:57; Tokio/Japan 19:25

Honolulu/Hawaii 15:48; Anchorage/Alaska 12:28;

Johannesburg/ Südafrika 04:48; San Francisco/Kalifornien

12:48; Stanley/Falklandinseln 11:55; Berlin/Deutschland 02:47.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:22; San

Francisco/Kalifornien: 03:28; Sao Paulo/Brasilien 20:27;

Stanley/Falklandinseln 19:56; Honolulu/Hawaii 05:10;

Anchorage/Alaska 07:22; Johannesburg/Südafrika 15:23;

Auckland/Neuseeland 05:11; Berlin/Deutschland 19:22.

 

[1]: https://www.ionosonde.iap-kborn.de/actuellz.htm#muf

[2]: http://digisonda.ufa.cas.cz/

 

 

 

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