SØ6
Ortsverband Dresden-Land
  • FUNKEN
  • WAS WIR SONST  MACHEN
  • ÜBEN
  •    EXPERIMENTIEREN
  •    BEWAHREN
  •    ERLEBEN
  • KONZENTRIEREN
  •    ENTWICKELN
  •    MESSEN
  •    NEUE WEGE SUCHEN
  •    ERKUNDEN
  •    VERSUCHEN
  •   FASZINIERT WERDEN
  •    GEMEINSAM ZIELE ERREICHEN
  •    KONSTRUIEREN
  • NATUR ERFAHREN
  •  SINNE ERWEITERN

Der Funkwetterbericht vom 19. Mai 2020, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick  12. bis 18. Mai 2020

 

Seit dem 16. Mai sind am östlichen Sonnenrand wieder zwei magnetische Gebilde sichtbar. Wahrscheinlich sind es die alten Regionen 2761 und 2762 [1]. Der solare Flux lag konstant bei 69 Fluxeinheiten. Das geomagnetische Feld war sehr ruhig mit k-Werten zwischen Null und Zwei. Der Sonnenwind zeigte keine Auffälligkeiten und wehte mit etwa 320 Kilometern pro Sekunde. Dennoch war auf den Kurzwellenbändern langperiodisches Fading ziemlich nervig. Manchmal schwankten die Signale über vier S-Stufen.

Es lohnte sich, morgens und spätabends die Bänder zu beobachten und die Ausbreitungsbedingungen mit den Ionogrammen zu vergleichen [1]. Typisch waren ausgeprägte Es-Bedingungen, die bereits morgens um 7:00 UTC und spätabends bis Mitternacht QSOs auf 6  und 10 Meter ermöglichten. Die für eine Sprungentfernung von 3000 km geltenden F2-Grenzfrequenzen lagen nachts unter 14 MHz.  Die Bänder 30  und 40 Meter bescherten gute DX-Signale. Die Bänder über 20 Meter waren an manchen Tagen bis fast Mitternacht in die Karibik und nach Südamerika offen. Beispielsweise konnte man um 21 UTC auf 15 Meter 8P6DR in CW arbeiten.

 

Vorhersage bis 26. Mai 2020

Die gegenwärtig interessanteste Komponente in der Funkwetterküche ist die sporadische E-Schicht. Sie sorgt täglich für Überraschungen auf den oberen Kurzwellenbändern und auf

6 Meter. Wahrscheinlich wird bald das 2-Meterband inbegriffen sein. Ein aktueller Es-Monitor ist beispielsweise auf der  Internetseite von G7IZU zu finden [3].

Wir erwarten etwa gleich bleibende Fluxwerte um 70 Fluxeinheiten. Das geomagnetische Feld bleibt wahrscheinlich ruhig. Da die F2-Grenzfrequenzen bei einsetzender Dunkelheit wieder nach oben gehen, sollte man auch 15 - und 10 Meter beobachten. Das ruhige Erdmagnetfeld begünstigt auch die Grayline DX-Bedingungen in den allerdings  kurzen Überlappungszeiten abends nach ZL und VK auf 80 Meter.

 

Es folgen nun die  Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:15;

Melbourne/Ostaustralien 21:17; Perth/Westaustralien 23:00;

Singapur/Republik Singapur 22:55; Tokio/Japan 19:32;

Honolulu/Hawaii 15:51; Anchorage/Alaska 12:57;

Johannesburg/ Südafrika 04:41; San Francisco/Kalifornien 12:56;

Stanley/Falklandinseln 11:37; Berlin/Deutschland 03:03.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:10; San

Francisco/Kalifornien: 03:17; Sao Paulo/Brasilien 20:30;

Stanley/Falklandinseln 20:09; Honolulu/Hawaii 05:04;

Anchorage/Alaska 06:50; Johannesburg/Südafrika 15:27;

Auckland/Neuseeland 05:19; Berlin/Deutschland 19:03.

 

[1]: https://www.solarham.net/

[2]: http://digisonda.ufa.cas.cz/

[3]: https://www.tvcomm.co.uk/g7izu/?page_id=10

 

- Website S06 | REDAXO 4.3.1 | Webmaster DL9NL