SØ6
Ortsverband Dresden-Land
  • FUNKEN
  • WAS WIR SONST  MACHEN
  • ÜBEN
  •    EXPERIMENTIEREN
  •    BEWAHREN
  •    ERLEBEN
  • KONZENTRIEREN
  •    ENTWICKELN
  •    MESSEN
  •    NEUE WEGE SUCHEN
  •    ERKUNDEN
  •    VERSUCHEN
  •   FASZINIERT WERDEN
  •    GEMEINSAM ZIELE ERREICHEN
  •    KONSTRUIEREN
  • NATUR ERFAHREN
  •  SINNE ERWEITERN

Der Funkwetterbericht vom 5. Mai 2020, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick  28. April bis 4. Mai 2020

Als wären die Beschwerden über fehlende Sonnenflecken bei unserem „Hausstern“ angekommen, die Sonne präsentierte jetzt vier Stück am Monatsende. Es sind die Regionen: 2760, 2761, 2762 und 2763. Die Sonnenfleckenzahl stieg am letzten Apriltag auf 35, bevor die Flecken verschwanden. Der solare Flux blieb bei 70 Fluxeinheiten aber die Ionosphäre reagierte scheinbar doch positiv. Abends nach 18:30 UTC erreichte die für eine Sprungentfernung von 3000 km geltende Grenzfrequenz der F2-Schicht die höchsten Tageswerte mit über 20 MHz [1]. DL5YM berichtete von  CW - QSOs auf 10 Meter zwischen DL und Nordamerika. Auf 17 Meter waren an einigen Tagen vormittags Stationen aus BY, 9V1 und JA  sowie nachmittags aus Nordamerika zu arbeiten. Neben diesen sporadischen Öffnungen der oberen Kurzwellenbänder war im gesamten Kurzwellenbereich starkes Fading über mehrere S-Stufen präsent. Am 27. April ereignete sich ein koronaler Masseauswurf (CME), dessen Plasmawolke sich sehr  langsam ausbreitete und erst in der Nacht zum 4. Mai  eine Störung verursachte. Die sporadische E-Schicht erschien mehrfach kurz und ermöglichte ein paar QSOs mit Südeuropa auf den oberen Kurzwellenbändern. Die Eta-Aquariden hatten am 5. Mai ihr Maximum mit etwa 60 Sternschnuppen pro Stunde.

 

Vorhersage bis 12. Mai 2020

Vielleicht erwacht die Sonne bis zum WPX -Contest  doch noch aus ihrer Ruhephase.

Gegenwärtig sind weder Sonnenflecken noch koronale Löcher präsent. Wir erwarten Fluxwerte um 69 Fluxeinheiten und ein zwischen ruhig und aktiv schwankendes geomagnetisches Feld. Wir befinden uns noch bis zum 8. Mai im Meteorstrom der Eta-Aquariden. Es ist möglich, dass durch die eisenhaltigen Meteoriten die Ausbildung der sporadischen E-Schicht  begünstigt wird. Tagsüber sind die Bänder 20 und 17 Meter am stabilsten. In den Dämmerungszeiten hört man auf den unteren Bändern manchmal gegen 19 UTC Stationen aus ZL, später aus VK und JA.

 

Es folgen nun die  Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:03;

Melbourne/Ostaustralien 21:04; Perth/Westaustralien 22:51;

Singapur/Republik Singapur 22:56; Tokio/Japan 19:44

Honolulu/Hawaii 15:57; Anchorage/Alaska 13:33;

Johannesburg/ Südafrika 04:33; San Francisco/Kalifornien

13:09; Stanley/Falklandinseln 11:16; Berlin/Deutschland 03:26.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:56; San

Francisco/Kalifornien: 03:05; Sao Paulo/Brasilien 20:37;

Stanley/Falklandinseln 20:30; Honolulu/Hawaii 04:59;

Anchorage/Alaska 06:14; Johannesburg/Südafrika 15:34;

Auckland/Neuseeland 05:30; Berlin/Deutschland 18:40.

 

[1]. http://digisonda.ufa.cas.cz/

 

- Website S06 | REDAXO 4.3.1 | Webmaster DL9NL