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Der Funkwetterbericht vom 28. April 2020, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick  21. bis 27. April 2020

Vor zehn Jahren, zum 60. Jubiläum des DARC, erfreuten uns viele Sonnenflecken.

DL6MHW’s großartige Idee, Sonnenflecken engagierten Funkfreunden zu widmen, um sie zu ehren, war damals Bestandteil jedes Funkwetterberichtes. Zum 70. Geburtstag des DARC, jetzt im Sonnenfleckenminimum, wäre dies nicht realisierbar. Zwei Sonnenflecken im gesamten Monat April zeigten zumindest, dass auf der Sonne nicht nur koronale Löcher existieren.

Der solare Flux betrug wieder konstant 69 plus/minus eins Fluxeinheiten. Ein Blick auf den Verlauf der über die letzten 12 Monate gemittelten Sonnenfleckenzahlen R12 zeigt uns das Sonnenfleckenminimum. Es lag zwischen Oktober 2019 und Weihnachten. Nun sind wir wahrscheinlich bereits ein halbes Jahr im Zyklus 25, aber dieser startet leider nicht durch.

Funkwetterbestimmend war wieder das geomagnetische Feld. Ruhige Bedingungen hatten wir am 23., 25. und 26. April. Die anderen Tage waren leicht gestört. Auf den unteren Kurzwellenbändern 40 und 30 Meter waren alle Kontinente zu arbeiten. Japanische Stationen waren bereits am Nachmittag hörbar. Das 20-Meterband war das stabilste DX-Band, meist mit relativ leisen Signalen. Nennenswerte Es-Aktivitäten gab es nicht.

 

Vorhersage bis 5. Mai 2020

Nach jedem Sonnenfleckenminimum gibt es Prognosen zum Verlauf des folgenden Elfjahreszyklus. Wie schwierig und wie unsicher so eine Vorhersage ist, zeigt eine Tabelle im Internet, die die Berechnungsmodelle einzelner renommierter Observatorien gegenüberstellt [1]. Dabei wären wir schon zufrieden, wenn die Messwerte für den solaren Flux endlich stiegen. Wir erwarten in der kommenden Woche keine Änderungen der solaren Fluxwerte und keine erwähnenswerten geomagnetischen Störungen. Das koronale Loch CH961 und der Sonnenfleck 2760 begleiten uns. Beiden wird keine Aktivität zugetraut. Das 20-Meterband, manchmal auch 17 Meter, bleiben tagsüber die aktuellen DX-Bänder. Nachts sind 40 und 30 Meter offen. Das 60-Meterband ist bei sehr geringer Dämpfung interessant, zumal spätabends Präfixe, wie EA8, TF und ZB2 auftauchen.

 

Es folgen nun die  Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 18:57;

Melbourne/Ostaustralien 20:58; Perth/Westaustralien 22:46;

Singapur/Republik Singapur 22:57; Tokio/Japan 19:52

Honolulu/Hawaii 16:01; Anchorage/Alaska 13:53;

Johannesburg/ Südafrika 04:30; San Francisco/Kalifornien

13:16; Stanley/Falklandinseln 11:05; Berlin/Deutschland 03:39.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:49; San

Francisco/Kalifornien: 02:58; Sao Paulo/Brasilien 20:41;

Stanley/Falklandinseln 20:43; Honolulu/Hawaii 04:55;

Anchorage/Alaska 05:55; Johannesburg/Südafrika 15:39;

Auckland/Neuseeland 05:38; Berlin/Deutschland 18:28.

 

 

[1]: https://link.springer.com/article/10.1007/s41116-020-0022-z/tables/2

 

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