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Der Funkwetterbericht vom  13. August 2019, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick  6. bis 12. August 2019

Die sichtbare Sonnenscheibe war seit dem 7. August fleckenlos. Der solare Flux betrug 67 oder 68 Fluxeinheiten. Vom 6. bis 10. August beeinträchtigten isolierte  geomagnetische Störungen die Kurzwellenausbreitung. An den anderen Tagen war das Erdmagnetfeld nur gering gestört, aber nie ganz ruhig. Die Geschwindigkeit des Sonnenwindes schwankte zwischen 351 und 708 Kilometern pro Sekunde. Wie sich die Ionosphäre in der Praxis verhielt, beschrieb Ben, DL6RAI, in seinem ufb Bericht vom WAE-CW Contest (Danke!).

Bis auf zeitlich begrenzte lokale Gewitter waren die Kurzwellenbänder meist ruhig. Als erfahrener Contester und mit 100 Watt und Drahtdipol funkend, fand er ganz normale Sommerbedingungen vor. Am Sonnabendmorgen waren sehr laute Signale auf 80 und 40 Meter präsent. Tagsüber öffneten die Bänder 10, 15 und 20 Meter normal, am Sonntag sogar besser als am Sonnabend. Wie schon an den Tagen vor dem Contest begünstigte die Graylineausbreitung eindrucksvoll das DX-Geschehen. Die sporadische E-Schicht war nicht an allen Tagen ausgeprägt. Sie blockierte dennoch tagsüber am Sonnabend den Weg der Funksignale zur F2-Schicht [1]. Chris, EA9/DL1MGB, verglich die Ausbreitung nach Europa am Sonnabend mit einer Käseglocke, die über Europa gestülpt war. Der Meteorstrom der Perseiden hatte sein Maximum am 12. August [2]. Er ermöglichte regen MS-Betrieb.

 

Vorhersage bis 20. August 2019

Bis zum 24. August sind die Perseiden mit abnehmender Sternschnuppenhäufigkeit noch präsent.

Die Sonnentätigkeit bleibt sehr ruhig mit Fluxwerten unter 70 s.f.u.. Das koronale Loch CH933 ist nur am 13. August geoeffektiv, danach wird das Erdmagnetfeld überwiegend ruhig sein. Die Kurzwellenausbreitung auf den unteren Bändern wird langsam immer günstiger, denn im Vergleich zur Sommersonnenwende ist in unseren Breiten die Dunkelzeit bereits 100 Minuten länger geworden. Das 20-Meterband bleibt das günstigste DX-Band. Nach Fernost gibt es Signalmaxima mittags, kurz nach dem jeweiligen Sonnenuntergang im jeweiligen DX-Gebiet. Ebenso öffnen die oberen Bänder nach Westen hin spätabends. Es lohnt sich durchaus nach 20:00 UTC auch 17- und 15-Meter zu beobachten.

 

Es folgen nun die  Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:07;

Melbourne/Ostaustralien 21:08; Perth/Westaustralien 22:55;

Singapur/Republik Singapur 23:04; Tokio/Japan 19:57

Honolulu/Hawaii 16:08; Anchorage/Alaska 14:00;

Johannesburg/ Südafrika 04:38; San Francisco/Kalifornien

13:23; Stanley/Falklandinseln 11:14; Berlin/Deutschland; 03:44.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:56; San

Francisco/Kalifornien: 03:05; Sao Paulo/Brasilien 20:49;

Stanley/Falklandinseln 20:50; Honolulu/Hawaii 05:02;

Anchorage/Alaska 06:01; Johannesburg/Südafrika 15:47;

Auckland/Neuseeland 05:44; Berlin/Deutschland 18:36.

 

[1]: http://digisonda.ufa.cas.cz/

[2]: www.kleiner-kalender.de/event/perseiden/0440c.html

 

 

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