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Der Funkwetterbericht vom  16. Juli 2019, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick  9. bis 15. Juli 2019

Wie in den Wochen zuvor lagen die Messwerte der solaren Radiostrahlung bei 67 Fluxeinheiten. Die Sonne war fleckenlos. Dennoch erfreuten wir uns bei der IARU

 HF-Championship am vergangenen Wochenende unerwartet guter Ausbreitungsbedingungen auf allen Kurzwellenbändern. Die Ionosphäre „zapft“ offenbar auch bei fehlender Sonnenaktivität weitere Quellen zur Ionisierung der F2-Schicht an. Der Sonnenwind wehte ruhig und kam nicht in Betracht. Verdächtig erscheint die  Beobachtung, dass seit etwa vier Jahren der gemessene Pegel der kosmischen Strahlung stetig gestiegen ist. Ursächlich dafür ist, dass die polaren solaren Magnetfelder schwächer werden [1]. Dieses bekannte Phänomen führt dazu, dass immer im Minimum des 11-Jahreszyklus die Erde wegen des schwachen interplanetarischen Magnetfeldes weniger vor der hoch energetischen kosmischen Strahlung abgeschirmt ist. Sie durchdringt  alle Schichten der Ionosphäre bis in eine Höhe von etwa 15 km über der Erde. Am Wochenende lag bis nach Mitternacht  die MuF der F2- Schicht für eine Sprungentfernung von 3000 km zwischen 16 und 19 MHz [2]. Für Stationen aus Süddeutschland lag sie höher und wer Glück hatte, erwischte auf dem 10-Meterband Stationen aus ganz Nordamerika.  Während um Mitternacht das 20-Meterband noch weltweit offen war, funkte Chris, DL1MBG, auf 80 und 160 Meter mit Südafrika.

 

Vorhersage bis 23. Juli 2019

Die  Sonnenaktivität bleibt unverändert niedrig. Ab 17. Juli ist ein überwiegend ruhiges Erdmagnetfeld vorhergesagt. Wann sich die sporadische E-Schicht ausbildet, ist nur beobachtbar. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass wir an einigen Tagen wieder anomal gute DX-Bedingungen wie am letzten Wochenende erwischen. Ab

20. Juli wird der Meteorstrom der Delta-Aquariden mit etwa 20 Ereignissen pro Stunde erwartet. Manchmal steigt dadurch auch die Es-Häufigkeit.

 

Es folgen nun die  Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:30;

Melbourne/Ostaustralien 21:32; Perth/Westaustralien 23:14;

Singapur/Republik Singapur 23:04; Tokio/Japan 19:36

Honolulu/Hawaii 15:58; Anchorage/Alaska 12:50;

Johannesburg/ Südafrika 04:54; San Francisco/Kalifornien

13:00; Stanley/Falklandinseln 11:56; Berlin/Deutschland; 03:02.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:25; San

Francisco/Kalifornien: 03:31; Sao Paulo/Brasilien 20:37;

Stanley/Falklandinseln 20:11; Honolulu/Hawaii 05:16;

Anchorage/Alaska 07:12; Johannesburg/Südafrika 15:33;

Auckland/Neuseeland 05:23; Berlin/Deutschland 19:21.

 

 

[1]: https://spaceweatherarchive.com/2019/02/21/cosmic-rays-increasing-for-the-4th-year-in-a-row/

 

[2]: http://digisonda.ufa.cas.cz/

 

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