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Der Funkwetterbericht vom 2. November 2021, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 25. Oktober bis 1. November 2021

Man könnte meinen, dass die Sonne für den CQWW-Contest ordentlich angeheizt hatte. Nachdem zwischen dem 15. und 24. Oktober nur B-Flares registriert wurden, stieg die Sonnenaktivität sprunghaft. Neben rund 50 C-Flares waren erstmals in diesem Elfjahreszyklus gleichzeitig mehrere Regionen an 7 M-Flares beteiligt. Mit einem impulsiven X-Flare am 28. Oktober stieg der solare Flux auf 112 Fluxeinheiten und die Sonnenfleckenzahl auf 98. Der sich vollziehende Aufschwung ist deutlich in den grafischen Darstellungen erkennbar [1]. Nach der Explosion des X-Flares am Donnerstag vor dem Contest begann eine Zitterpartie, denn es wurde eine gewaltige Menge geladener Teilchen ins All geschleudert. Einhergehend mit dem X-Flare wurden die Schwellwerte für hochenergetische Protonen, die zu erhöhter Polarkappenabsorption und intensiverer D-Schicht führten, bis zum 30. Oktober überschritten. Verschiedene Medien prognostizierten Nordlicht in unseren Breiten, denn die Plasmawolke sollte am 30. Oktober gegen 16:00 Uhr eintreffen. Doch die Protonen flogen langsamer und streuten, denn während des Wochenendes gab es gestörte Phasen mit k=4 in der Nacht zum Sonntag und mit k=5 am Sonntagnachmittag. Der Sonnabend lag mitten in einer positiven Phase. Sehr gute Öffnungen aller oberen Kurzwellenbänder waren Highlights für unsere bisher eher nicht verwöhnten Ohren. Da die geomagnetische Unruhe gering war, profitierten auch die unteren Kurzwellenbänder von der aktiven Sonne.

 

Vorhersage bis 9. November 2021

Mit den M-Flares am 1. und 2. November waren koronale Masseauswürfe verbunden. Den nächsten Impact erwarten wir am 4. November. Das geomagnetische Feld bleibt im Vorhersagezeitraum unruhig mit k-Werten zwischen 1 und 6. Zwischen den Störungen sind immer wieder positive Phasen, die auch zu unerwarteten Öffnungen auf den unteren Bändern führen können. Die für 3000 km Sprungentfernung geltende Grenzfrequenz der F2-Schicht liegt tagsüber bei etwa 30 MHz [2]. Alle oberen Bänder sind tagsüber offen. Die solaren Fluxwerte liegen knapp unter 100 Einheiten, Tendenz fallend. Bis zum 4. November ist die Wahrscheinlichkeit für M-Flares hoch. Koronale Masseauswürfe (CME) und Protonenflares sind weiter möglich. Eine aktuelle und sehr informative Funkwetterseite hat Thomas, DG8FBV gestaltet [3].

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:15;

Melbourne/Ostaustralien 19:12; Perth/Westaustralien 21:18;

Singapur/Republik Singapur 22:46; Anchorage/Alaska 17:10;

Johannesburg/Südafrika 03:18; Tokio/Japan 21:03;

Honolulu/Hawaii 16:34; San Francisco/Kalifornien 14:36;

Port Stanley/Falklandinseln 08:17; Berlin/Deutschland 06:03.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:51;

San Francisco/Kalifornien 01:10; Sao Paulo/Brasilien 21:20;

Port Stanley/Falklandinseln 23:05; Honolulu/Hawaii 03:54;

Anchorage/Alaska 01:52; Johannesburg/Südafrika 16:25;

Melbourne/Ostaustralien 08:55;

Auckland/Neuseeland 06:44; Berlin/Deutschland 15:35.

 

[1]: https://www.solarham.net/progression.htm

[2]: http://digisonda.ufa.cas.cz

[3]: http://www.dg8fbv.de/prop2.htm

 

 

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