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Der Funkwetterbericht vom 31. August 2021, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 24. bis 30. August 2021

In den ersten drei Augustwochen war die Sonnenaktivität sehr gering. Der solare Flux bewegte sich zwischen 71 und 76 Einheiten. Positive Störphasen am 2., 6. und 14. August verdankten wir dem Druck des Sonnenwinds. Am 20. und 22. August signalisierte die Sonne mit je drei C-Flares eine aktivere Phase. Am 23. August erschien eine Prominenz am westlichen Sonnenrand mit der Sonnenplasma in den interplanetaren Raum flog. Seit dem 24. August startete die Sonne ein „Flaregewitter“ mit bis jetzt 30 C-Flares und zwei M-Flares. Bei der Region 2860 explodierte am Morgen des 28. August um 06:11 UTC ein M4,6 Flare.  Die UV-Strahlung legte mit einem Mögel-Dellinger-Effekt für kurze Zeit die Kurzwellenbänder bei uns auf der Tagseite lahm. Mittags war die Störung wieder abgeklungen. In den Ionogrammen kann man dieses Ereignis nachvollziehen [1]. Das Erdmagnetfeld war nur am 21. und 22. August sehr ruhig. Die für 3000 km geltende MuF2 Grenzfrequenz betrug tagsüber 14 bis 18 MHz. Die Bänder 20,17 und manchmal 15 Meter öffneten am günstigsten morgens und abends. Da wir uns dem Herbstanfang nähern, empfingen wir morgens laute Signale aus dem pazifischen Raum auf 40 und 30 Meter. Die Es-Häufigkeit ging weiter zurück. Sie zeigte sich aber manchmal in den Mittagsstunden vorzugsweise in Nord-Süd-Richtung.

 

Vorhersage bis 7. September 2021

Die sehr aktive Region 2860 wird am 4. September hinter dem westlichen Sonnenrand verschwinden. Bis dahin sind weitere C- Flares möglich. Wenn sich die Region nicht auflöst, wird sie am 16. September am östlichen Sonnenrand wieder erscheinen. Da noch einige Plasmawolken in Richtung Erde unterwegs sind, erwarten wir ein unruhiges geomagnetisches Feld mit k-Werten zwischen zwei und fünf. Die infolge der Flaretätigkeit bis auf 90 Fluxeinheiten gestiegene Radiostrahlung (Flux) der Sonne wird sich je nach Sonnenaktivität zwischen 85 und 90 Fluxeinheiten halten. Da sich die Ionosphäre ziemlich träge verhält, rechnen wir für die kommende Woche mit häufigeren Öffnungen der Bänder 17 und 15 Meter. Morgens und abends sind laute Signale aus dem Südpazifik auf 40, 30 und 20 Meter zu erwarten. Kurz vor Sonnenaufgang sollte man durchaus 160 und 80 Meter prüfen. Nach 04:30 UTC ist beispielsweise V31MA auf beiden Bändern häufig zu hören.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 18:44;

Melbourne/Ostaustralien 20:44; Perth/Westaustralien 22:35;

Singapur/Republik Singapur 23:00; Anchorage/Alaska 14:45;

Johannesburg/Südafrika 04:21; Tokio/Japan 20:11;

Honolulu/Hawaii 16:14; San Francisco/Kalifornien 13:39;

Port Stanley/Falklandinseln 10:36; Berlin/Deutschland 04:14.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:29; San

Francisco/Kalifornien 02:41; Sao Paulo/Brasilien 20:55;

Port Stanley/Falklandinseln 21:19; Honolulu/Hawaii 04:48;

Anchorage/Alaska 05:06; Johannesburg/Südafrika 15:54;

Melbourne/Ostaustralien 07:57;

Auckland/Neuseeland 5:59; Berlin/Deutschland 17:57.

 

[1] http://digisonda.ufa.cas.cz

 

 

 

 

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