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Der Funkwetterbericht vom 10. August 2021, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 2. bis 9. August 2021

Die Entwicklung der Sonnenaktivität seit Beginn des 25. Sonnenfleckenzyklus erweckt auf uns Funkamateure den Eindruck, als würde die sehr ruhige Sonne nur hin und wieder eine „Konserve mit Sonnenflecken“ öffnen. Insgesamt verläuft der Aufwärtstrend schleppend.

Die Sonne war zwischen dem 28. Juli und 1. August und seit dem 6. August blank. Der solare Flux lag konstant bei knapp 75 Fluxeinheiten. Erwähnenswerte geomagnetische Störungen wurden in der Nacht zum 3. August mit k=5 und in der Nacht zum 7. August mit k=3 beobachtet. An allen Tagen störte langperiodisches Fading. Da die kritischen Frequenzen tagsüber zwischen 5 und 6 MHz lagen, blieb das 40-Meterband für Verbindungen über kurze Entfernungen, die Steilstrahlung erfordern, häufig geschlossen. Die für 3000 km Sprungentfernung geltende Grenzfrequenz der F2-Schicht erreichte abends 20 MHz, tagsüber 18 MHz. Die sporadische E-Schicht bildete sich  kurz nach Sonnenaufgang aus. Man sieht es zum Beispiel in den Ionogrammen vom 9. August. Zwischen 0445 UTC und 0700 UTC gab es keine Echos. Erst 0715 UTC war die Ionisierung der F-Schicht stärker [1]. Aus den eingesandten Logs der European-HF-Championship ist erkennbar, dass auf den oberen Bändern Short-Skip Bedingungen und auf den unteren Kurzwellenbändern das ruhige geomagnetische Feld zu ausgewogenen QSO-Zahlen auf allen Bändern beigetragen haben. Auf den VHF-Bändern wurde von Tropo-Überreichweiten und Meteorscatter-QSOs durch die Perseiden berichtet.

 

Vorhersage bis 10. August 2021

Die NASA hat am 4. August ihre Prognose zum 25. Sonnenfleckenzyklus nach unten korrigiert [2]. Die gegenwärtige ruhige Periode verspricht für den bevorstehenden WAEDC-CW-Contest keine Highlights. Da keine geomagnetischen Störungen vorhergesagt wurden, sind nachts 40 und auch 80 Meter DX-tauglich. Tagsüber gibt es wahrscheinlich Probleme mit der störenden sporadischen E-Schicht. Dennoch sollten morgens und abends auf 20 und 15 Meter brauchbare DX-Bedingungen bestehen. Neben der sich täglich ausbildenden sporadischen E-Schicht bestehen gute Meteorscatter-Möglichkeiten. Das Maximum der Perseiden ist am 12. August. Die Ionosphäre profitiert wahrscheinlich von den langlebigen Eisenatomen der Meteoriten, so dass wir nicht ganz im „Sommerloch“ sitzen werden. Die Fluxwerte bleiben bei 70 bis 75 Fluxeinheiten. Neue Sonnenflecken sind derzeit nicht in Sicht.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:10;

Melbourne/Ostaustralien 21:11; Perth/Westaustralien 22:58;

Singapur/Republik Singapur 23:05; Anchorage/Alaska 13:52;

Johannesburg/Südafrika 04:41; Tokio/Japan 19:55;

Honolulu/Hawaii 16:07; San Francisco/Kalifornien 13:21;

Port Stanley/Falklandinseln 11:19; Berlin/Deutschland 03:39.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:00; San

Francisco/Kalifornien 03:09; Sao Paulo/Brasilien 20:47;

Port Stanley/Falklandinseln 20:46; Honolulu/Hawaii 05:04;

Anchorage/Alaska 06:10; Johannesburg/Südafrika 15:45;

Melbourne/Ostaustralien 07:39;

Auckland/Neuseeland 5:42; Berlin/Deutschland 18:42.

 

[1]: http://digisonda.ufa.cas.cz

 

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