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Der Funkwetterbericht vom 13. Juli 2021, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 5. bis 12. Juli 2021

Die aktive Sonne in den beiden Vorwochen hatte offenbar nachhaltig Energie in der Ionosphäre deponiert. Im Berichtszeitraum wurden 7 C-Flares beobachtet. Die von 89 auf 72 gefallenen Fluxwerte repräsentierten nicht die interessanten und vergleichsweise guten Ausbreitungsbedingungen. Die hohe Bandaktivität zeigte, dass alle Betriebsarten, nicht nur FT8, funktionierten! Die sporadische E-Schicht war täglich präsent. Neben guten Öffnungen aller oberen Kurzwellenbänder innerhalb Europas gelangen auf 50 MHz etliche QSOs in CW und SSB mit Nordamerika. Zur IARU-Radiosport-Meisterschaft am letzten Wochenende war das 10-Meterband bis Mitternacht benutzbar. Neben lauten Stationen aus Europa waren so spät auf den Bändern 20, 15 und 10 Meter Stationen von der US-Ostküste zu arbeiten. In DL lag dabei die für 3000 km Sprungentfernung geltende MuF2 bei 18 MHz. Weiter westlich war sie deutlich höher. In unseren Breiten war das Erdmagnetfeld durch Sonnenwind vom koronalen Loch CH1021 am 10. und 13. Juli mit k=3 kurzzeitig gestört. An den anderen Tagen war es immer ruhig. Die Funkwege über den Nordpol in den pazifischen Raum lieferten laute Signale. Im 40-Meterband konnte man DX-Stationen aus Fernost bereits am frühen Abend arbeiten. Die Es-Schicht schirmte, gebietsweise und zeitlich begrenzt, auch in dieser Woche die darüber liegenden Schichten F1 und F2 ab. In den Ionogrammen sieht man dann nur die sporadische E-Schicht und keine Impulsantwort aus größeren Höhen [1].

Erklärungen zum Ionogramm hat Jens Mielich vom Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik auf der DARC Homepage veröffentlicht [2].

 

Vorhersage bis 20. Juli 2021

Gegenwärtig sind auf der Sonne die Regionen 2841 und 2842 sichtbar. Zum Ende der nächsten Woche werden die alten Regionen 2835, 2838 und 2840 wieder am östlichen Rand der Sonne erwartet. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass die Sonnenfleckenzahl wieder auf null sinkt. Wir erwarten bis dahin eine eher sehr ruhige Sonne und Fluxwerte zwischen 70 und 75 Einheiten. Das geomagnetische Feld kann bis zum 16. Juli durch Sonnenwind etwas gestört sein. Die sporadische E-Schicht erfreut uns weiter. Es lohnt sich, alle Bänder zu beobachten. Frank, W3LPL, analysierte in einem interessanten Beitrag den starken X-Flare vom 3. Juli [3].

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:32;

Melbourne/Ostaustralien 21:33; Perth/Westaustralien 23:15;

Singapur/Republik Singapur 23:04; Tokio/Japan 19:34

Honolulu/Hawaii 15:57; Anchorage/Alaska 12:44;

Johannesburg/Südafrika 04:54; San Francisco/Kalifornien

12:58; Port Stanley/Falklandinseln 11:58; Berlin/Deutschland 02:58.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:26; San

Francisco/Kalifornien: 03:32; Sao Paulo/Brasilien 20:36;

Port Stanley/Falklandinseln 20:07; Honolulu/Hawaii 05:16;

Anchorage/Alaska 07:19; Johannesburg/Südafrika 15:32;

Auckland/Neuseeland 05:21; Berlin/Deutschland 19:24.

 

[1]: http://digisonda.ufa.cas.cz/

[2]: Nutzung der Digisonde am IAP in Juliusruh (darc.de)

[3]: http://www.arrl.org/news/first-x-class-major-solar-flare-of-solar-cycle-25-blacks-out-hf-on-july-3

 

 

 

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