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Der Funkwetterbericht vom 6. Juli 2021, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 28. Juni bis 5. Juli 2021

Mit 14 C-Flares, 3 M-Flares und einem X-Flare setzte sich die positive Entwicklung der Vorwoche fort. Die größte Region auf der sichtbaren Sonnenscheibe war Region 2835. Sie generierte aber nur einen C3-Flare. Dann bildete sich am nordwestlichen Sonnenrand die Region 2838 und überraschte uns am 3. Juli mit dem bisher intensivsten Flare im Zyklus 25, einem X1-Röntgenflare. Es folgten noch zwei M-Flares von dieser Region, bevor sie über den Sonnenrand verschwanden. Der solare Flux erreichte am 2. Juli 95 Fluxeinheiten. Das reichte für eine Öffnung des 10-Meterbandes nach USA. Im 6-Meterband gelangen DX-Verbindungen mit Nordamerika in FT8. Die Streckendämpfung war für Mitteleuropa fast ausreichend, um auch CW- oder SSB-QSOs zu tätigen. West- und südeuropäische Stationen schafften es. An den anderen Tagen lagen die Fluxwerte über 90 Einheiten. Tagsüber waren die Bänder 20, 17 und 15 Meter DX-tauglich. Die meist intensive sporadische E-Schicht war bis Mitternacht präsent und bewirkte eine zusätzliche Streckendämpfung, wenn der Funkweg zufällig durch eine Es-Wolke führte. Man sieht die sporadische E-Schicht in den Ionogrammen an den bunten Balken in etwa 110 km Höhe [1]. Nach dem Wochenende ging die Es-Aktivität etwas zurück. Am späten Abend des 30. Juni stieg die Geschwindigkeit des Sonnenwindes kurzzeitig über 522 Kilometer pro Sekunde. Die Störung rührte von einer CME her, die am 27. Juni die Sonne verließ.

 

Vorhersage bis 13. Juli 2021

Obwohl uns die erhöhte Sonnenaktivität mit dem X-Flare, Solaren Fluxwerten von 95 und einer Sonnenfleckenzahl von bis zu 81 den Eindruck vermittelte, dass der Zyklus 25 endlich in Schwung kommt, ist zunächst wieder eine ruhigere Phase angesagt. Es kann durchaus sein, dass wir den nächsten vergleichbaren Peak erst im Herbst erleben werden. Warten wir es ab, die aktive Region 2838 erscheint vielleicht am 16. Juli wieder am östlichen Sonnenrand. Die Wahrscheinlichkeit für weitere C-Flares bleibt bei 60 Prozent. Sonnenflecken bleiben präsent. Wir erwarten zum IARU-Contest am kommenden Wochenende Fluxwerte um 85. Auf den Bändern über 20 Meter dominieren Es-Bedingungen. Alle Bänder über 20 Meter öffnen ziemlich sicher in südliche Richtungen und parallel zum Äquator, aber nicht sicher nach Japan und Nordamerika. Das geomagnetische Feld wird am Wochenende unbestimmt bis aktiv sein. Möglicherweise sorgt eine positive Phase für spontane Bandöffnungen.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:34;

Melbourne/Ostaustralien 21:35; Perth/Westaustralien 23:17;

Singapur/Republik Singapur 23:03; Tokio/Japan 19:30

Honolulu/Hawaii 15:54; Anchorage/Alaska 12:31;

Johannesburg/Südafrika 04:55; San Francisco/Kalifornien

12:54; Port Stanley/Falklandinseln 12:03; Berlin/Deutschland 02:51.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:29; San

Francisco/Kalifornien: 03:35; Sao Paulo/Brasilien 20:33;

Port Stanley/Falklandinseln 20:00; Honolulu/Hawaii 05:17;

Anchorage/Alaska 07:30; Johannesburg/Südafrika 15:29;

Auckland/Neuseeland 05:17; Berlin/Deutschland 19:30.

 

[1]: http://digisonda.ufa.cas.cz/

 

 

 

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