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Der Funkwetterbericht vom 22. Juni 2021, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick vom 15. bis 21. Juni 2021

Das koronale Loch CH1016 befand sich am letzten Montag in einer geoeffektiven Position. In der Nacht vom 15. zum 16. Juni stürmte intensiver Sonnenwind und hob den geomagnetischen Index k auf fünf. Die Störung klang schnell ab, so dass seit dem 17. Juni das Erdmagnetfeld ruhig war. Die Region 2833 begleitete uns im Berichtszeitraum, leider ohne Flares zu emittieren. Deshalb blieben die Fluxwerte nahezu konstant bei 77 Einheiten. Die Bänder 20, 17 und 15 Meter öffneten morgens kurz nach Sonnenaufgang Richtung Osten. Die für 3000 km geltende MuF2 war abends zu unserem Sonnenuntergang am höchsten, so dass man oft spät abends auf 20, 17 und manchmal auf 15 Meter noch DX-Verbindungen tätigen konnte. Die sich täglich ausbildende sporadische E-Schicht sorgte auf den oberen Kurzwellenbändern für lange und stabile Short-Skip Öffnungen mit lauten Signalen aus ganz Europa. Während des IARU 50-MHz-Contests am letzten Wochenende waren in Mittel- und Nordeuropa die Es-Gebiete ziemlich instabil und sporadisch auftretend. Das Fading war intensiv und langperiodisch, so dass manche QSOs mehrere Versuche erforderten. Kurzzeitig gab es auch Doppelhops, beispielsweise zu UN3GX über 4677 km.

 

Vorhersage bis 29. Juni 2021

Im Mittel benötigt ein langlebiger Sonnenfleck, wenn er am westlichen Rand die uns zugewandte Sonnenseite verlässt 13,5 Tage, bis er erneut am östlichen Rand erscheint. Äquatornahe Flecken benötigen etwas weniger Zeit, weil wegen der differentiellen Rotation des „Gasballons Sonne“ dieser Bereich schneller rotiert. Am 24. Juni erscheinen die alten Regionen 2827, 2830 und 2831 erneut am östlichen Sonnenrand [1]. Sonnenflecken bleiben präsent und damit erwarten wir weiterhin stabile Fluxwerte zwischen 75 und 80 Einheiten.

Die Ausbreitungsbedingungen auf den oberen Bändern bleiben quasi unverändert. Es lohnt sich, wegen der guten Short-Skip Bedingungen alle oberen Bänder zu nutzen. Je nach Gewitterlage und dem damit verbundenen Störpotenzial sind auch die Bänder unter 14 MHz nachts brauchbar. Da sich die etwa 80 km hohe D-Schicht vor dem lokalen Sonnenaufgang aufbaut, sind bereits morgens die unteren Kurzwellenbänder gedämpft. Die zunehmende Gewitterbildung begünstigt 10-GHz-Regenscatter.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:33;

Melbourne/Ostaustralien 21:35; Perth/Westaustralien 23:16;

Singapur/Republik Singapur 23:00; Tokio/Japan 19:25;

Honolulu/Hawaii 15:50; Anchorage/Alaska 12:18;

Johannesburg/Südafrika 04:54; San Francisco/Kalifornien

12:48; Stanley/Falklandinseln 12:05; Berlin/Deutschland 02:43.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:30; San

Francisco/Kalifornien 03:35; Sao Paulo/Brasilien 20:28;

Stanley/Falklandinseln 19:52; Honolulu/Hawaii 05:16;

Anchorage/Alaska 07:33; Johannesburg/Südafrika 15:24;

Auckland/Neuseeland 05:11; Berlin/Deutschland 19:33.

 

[1] www.solarham.net

 

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