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  AD9859 mit vielen Beinchen   Smith-Diagramm   Feldst__rkeindikator.jpg    VV Platine    auch N-Stecker werden gefaßt   VV-Schaltung     Aufbügeln mit gleichmäßigem Druck  
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Variabler Abschlußwiderstand 0-200 Ohm mit BNC-Anschluss


     
  

Für Meß-und Abgleichzwecke werden auch von 50 Ohm abweichende Abschlusswiderstände benötigt, die dann praktischerweise einstellbar sein sollten. Um meine provisorischen Lösungen mit frei verdrahteten Potis durch eine solide Montage  zu ersetzen, wurde die Anregung von DK1PE [1] aufgegriffen, ein Präzisions-Poti direkt auf einem BNC-Stecker zu befestigen.

Verwendet wurden 100 Ohm und 200 Ohm Präzisions-Einstellpotentiometer mit 30 Gängen der Firma Suntan in stehender Ausführung. Mit dem Ziel möglichst großer Stabilität wurde dieses in das Mittelstück eines BNC-Winkelsteckers eingepasst. 

     
  Baubeschreibung:    

 

 

 

 

 

 

 

No-name BNC-Winkelstecker. Der Kontaktstift für das Koaxialkabel und die Presshülse werden nicht benötigt. Der mechanische Aufbau des Steckerhalses mit der Kabelanschlussstelle kann je nach Hersteller unterschiedlich ausfallen.

Demontage des Halses. Bei einer gepressten Steckverbindung kann diese einfach mit einer Zange dekonnektiert werden. Andernfalls wird der Hals am Ansatz des würfelförmigen Mittelstücks abgesägt. Innen ist der Verlauf des Innenleiters und seine Kunststoffisolierung zum Stecker erkennbar.

Zur Aufnahme des ca. 5 mm breiten Potis wird eine Aussparung benötigt. Um diese möglichst schmal zu halten, werden am Poti auf der Vergussseite die kleinen Abstandshalter an den Ecken entfernt und die Ränder der leicht konkave Fläche etwas abgeschliffen. Aufmaß nach Messung der endgültigen Breite.

Mit einer Eisensäge wird innerhalb den eingezeichneten Grenzen das Mittelstück eingeschnitten. Dabei sind der Kontaktstift und seine Kunststoffisolierung zu schonen. Der verbliebene Rest in der Aussparung wird an seiner Basis herausgebrochen.

Das Bett für das Poti wird durch Feilen genau ausgearbeitet, bis dieses leicht klemmend eingepresst werden kann. Unter Berücksichtigung der Drehrichtung des Potis wird der entsprechende äußere Anschlußdraht scharf ab geknickt und an die Basis des Mittelabgriffs gelötet.

Für eine zentrische Verbindung zum Mittelabgriff des Potis erhält der Kontaktstift aus Vollmaterial am Ende eine 1 mm Bohrung.

Der Kontaktstift wird so dicht als möglich am Poti angelötet.

Die vorgesehene Fixationsstelle für den letzten freien Anschlussdraht des Potis wird am leeren Steckergehäuse gut vorverzinnt. Nach Abkühlung wird das Poti mit dem angelöteten Kontaktstift eingeführt und vor Erreichen der endgültigen Position der Anschlussdraht angelötet. Erst ganz zuletzt werden die Kunststoffführungen in die Steckeröffnung gepresst.

Ein Stück Schrumpfschlauch (Durchmesser 12,8 mm) ummantelt zusätzlich die Potieinfassung, verschließt die seitlichen Öffnungen und schützt die Lötsstelle. Der Schrumpfschlauch läßt sich beschriften oder bekleben – fertig!

  Die Abschlusswiderstände wurden mit einem VNWA vermessen.
  Anpassung S11 bei 50 Ohm        
                                                       
  Frequenz  Poti 100 Ohm  Poti 200 Ohm  
    29 MHz  -43,0 dB   -40,9 dB  
  144 MHz  -29,5 dB   -27,2 dB  
  444 MHz   -19,6 dB   -18,2 dB  
  500 MHz   -18,4 dB   -17,3 dB  

Christian.DL9NL

 

Literatur:

[1]   Mreyen Rudolf, DK1PE: Einstellbare Abschlusswiderstände, CQ DL 11/2013, S. 790 ff, DARC Verlag GmbH

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